Woran man merkt, dass man sich zu
lange mit Kampfkunst beschäftigt hat...

- Du fragst Dich beim
Hosenkauf, ob Du in dieser Hose gut treten kannst und beginnst die Knie
anzuziehen oder gehst versuchsweise in die Hocke.
- Du willst eigentlich
«Entschuldigung» sagen und verbeugst Dich stattdessen. Denselben Drang
verspürst Du beim Betreten oder Verlassen von Räumen.
- Du willst Dir Schuhe kaufen
und probierst einige Modelle aus. Statt damit einfach nur im Laden
herumzulaufen beginnst Du zu treten, Kamae einzunehmen oder die
Schuhspitze zu untersuchen, ob sie auch hart genug ist.
- Du stößt mit einem Teil
Deines Körpers gegen ein hartes Hindernis oder trittst aus Spaß bzw. aus
Wut dagegen und ... es zerbricht.
- Du ziehst Deinen Bademantel
erneut an, weil die linke Seite über die rechte kommt...
- Du beginnst während der
Fahrt oder an einer Ampel am Lenkrad Deines Wagens Ura Kiten Ken und anderes
mehr zu üben.
- Du benutzt verschiedene
Schlag- und Trittmöglichkeiten, um Lichtschalter an- oder auszuschalten.
- Du öffnest Schwingtüren
prinzipiell mit Stampftritten oder Schlägen mit der Handinnenfläche.
- Du siehst jemanden mit
langen Haaren und denkst sofort daran, dass Du im Falle eines Falles
leichtes Spiel mit ihm hättest...
- Du findest Dich beim
Neuanstrich Deiner Decke wieder, weil Du mit irgendwelchen langen Waffen
zu Hause geübt hast.
- Du kannst mit niemandem aus
Deinem Dojo oder mit Freunden, die ebenfalls Kampfsport betreiben,
ausgehen oder längere Zeit zusammen sein, ohne ab und zu spaßeshalber
Schläge und Tritte auszutauschen.
- Du befindest Dich in Deinem
Büro und übst mit einem Bleistift Botechniken.
- Du versuchst in einem
Aufzug den richtigen Knopf mit geschlossenen Augen aus der Erinnerung
heraus zu treffen.
- Du versucht unbewusst stets
in Shizen No Kamae zu bleiben und niemals die Arme oder die Beine zu
kreuzen bzw. die Hände in Hosen- oder Jackentaschen zu stecken.
- Es befindet sich zumindest
irgendeine Form von Waffe in greifbarer Reichweite Deines Bettes, wenn Du
schlafen gehst.
- Du verneigst unwillkürlich
den Kopf, wenn Du jemandem vorgestellt wirst oder etwas zustimmst.
- Du überlegst Dir, welche
Technik Du am besten ausführen könntest, wenn der Typ neben Dir auf der
Straße Dich plötzlich angreifen würde.
- Du überlegst Dir, an
Radfahrern, die Dich als Fußgänger ernsthaft nötigen, Irimi Nage
auszuprobieren.
- Du befindest Dich auf einer
Party und wunderst Dich, warum plötzlich alle verstummen und Dich und
Deinen Dojo-Freund anblicken, da ihr schon mehr als eine Stunde nonstop
ohne irgendetwas anderes wahrzunehmen über Kampfkunst gesprochen habt,
wobei die Hälfte der Wörter zudem auf japanisch war.
- Nach dem Training befindest
Du Dich zu später Stunde mit einem Dojo-Freund in einem öffentlichen
Verkehrsmittel oder an einer Haltestelle und beginnst mit ihm Techniken
aus dem Training zu besprechen und auszuprobieren. Nach einer Weile
wunderst Du Dich, dass alle Leute um Euch herum verschwunden sind.
- Du passierst des Öfteren
allein berüchtigte Stellen mit zwielichtigen Gestalten, an denen jeder
andere sofort belästigt, beleidigt, überfallen und ausgeraubt würde ...
und Dir passiert nie etwas.
- Du befindest Dich mit dem
Bo in der Hand auf dem Weg zum Training und bemerkst, wie alle Dir
entgegenkommenden Personen schon von weitem die Straßenseite wechseln.
U-Bahnabteile hast Du trotz des überfüllten Verkehrsmittels prinzipiell
für Dich alleine.
- Wenn Du Nachts allein auf
der Straße läufst und hörst wie sich von hinten Schritte nähern, versuchst
Du zu fühlen und zu hören wie nah diese Person Dir kommt, ohne Dich dabei
umzudrehen.
- Du benutzt
Kampfkunsttechniken und -strategien wie Ausweichbewegungen und anderes
mehr bei der Ausübung anderen Sportarten oder aber sagst zu Dir selbst,
wie sehr Dir Dein Kampfkunsttraining dabei nütze.
- Du benutzt Bleistifte, um
mit ihnen Wurfklingentechniken (z.B. gegen ein Kissen auf Deinem Bett) zu
üben.
- Deine Familie wartet mit
dem Essen auf Dich. Du befindest Dich aber noch im Garten und übst Kata.
- Wenn Du ausgehst, nimmst Du
immer irgendetwas «Unscheinbares» mit, was Du auch als Waffe benutzen
könntest.
- Damit Du von potentiellen
Feinden nicht gleich erkannt wirst, entfernst Du den
"Yin-und-Yang"- und alle anderen "verräterischen"
Aufkleber wieder von Deinem Auto, die einen Hinweis auf Deine
Kampfkunstfähigkeiten geben könnten.
- Wenn Du aus einem
überfüllten Verkehrsmittel aussteigen willst und Dir auf Dein zunächst
höfliches und darauf energisches Bitten niemand Platz macht, beginnst Du
die Leute zwischen Ausgang und Dir mit Boshiken aus dem Weg zu räumen.
- Bevor Du Deine Post aus dem
Briefkasten holst, schaust Du vorher genau nach, ob nicht eine Schlange,
eine Mausefalle oder andere gemeingefährliche Dinge darin liegen.
- Du bist mit dem Fahrrad auf
dem Weg zum Training und wunderst Dich, warum Dich unterwegs alle Leute
anstarren. Irgendwann wird Dir klar: Sie starren nicht auf Dich, sondern
auf das Schwert auf Deinem Rücken!
-
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