Togakure Ryu
Ninpo Taijutsu
(Die Schule der verborgenen Tür)


Überblick Großmeister Aufbau Regeln


Großmeister Aufbau Regeln

Überblick

Die Togakure Ryu wurde im späten 12. Jahrhundert gegründet. Sie ist nach dem Geburtsort Togakure des ersten Großmeisters dieser Ryu - Daisuke Nishina - benannt, der den Namen der Gegend (Dorf und Berge [das Dorf heißt heute Togakushi; die Schreibweise ist dieselbe]) in der Präfektur Nagano (nahe der Grenze Nagano/Gunma Ken) später als seinen Familiennamen annahm. Togakure bedeutet «verborgene Tür».

Togakure Ryu Es heißt, dass Daisuke Nishina, nachdem er sich in den 80er Jahren des 12. Jahrhunderts im Gempei-Krieg (siehe auch Zeittafel Japans) in einer Schlacht gegen die Taira-Truppen auf der Seite der Verlierer befunden hatte, in die Provinz Iga floh (der Name Gempei ergibt sich aus der chinesischen Aussprache der Namen der beiden befeindeten mächtigen Familien Minamoto (Gen) und Taira (Hei).

Dort traf er auf Kagakure Doshi (auch Kain Doshi genannt), von dem er Ninjutsu erlernte. Zudem übte er sich mit dort auf dem Berg Heizan lebenden Tendai-Mönchen im Kaihogyo (Shugendo). Kagakure Doshi war ein Krieger aus der Hakuun Ryu, einer von Garyu Doji gegründeten und später von Hakuun Do -- dem Lehrer von Kagakure Doshi -- vervollständigten Ninjutsuschule. Die Hakuun Ryu soll die Kraft von vier Dämonen genutzt haben: die des Feuerdämons, des Erddämons, des Winddämons und des Schattendämons. Daisuke Nishina vereinte das von Kagakure Doshi erlernte Wissen sowie die im Shugendo gewonnenen Einsichten und Erfahrungen in der -- zunächst nicht formalen -- Gründung der Togakure Ryu. Der zweite Großmeister der Ryu -- Shima Kosanta Minamoto No Kanesada -- war ein ehemaliger Samurai im Rang eines Kosho in den Diensten eines der damals mächtigsten Samuraibefehlshaber -- Kiso Yoshinaka -- des Minamoto-Clans gewesen. Die Togakure Ryu wurde von ihrem dritten Großmeister -- Goro Togakure -- entscheidend strukturiert.

Shinryuken Masamitsu Toda, der 32. Großmeister (Soke) der Togakure Ryu und ebenfalls Meister der Bikeshin Ryu, war Mitte des 19. Jahrhunderts Seniorausbilder der Leibwache des Shoguns Tokugawa.

Die heutzutage im Bujinkan ausschließlich von Soke Dr. Masaaki Hatsumi abgenommene Prüfung zum fünften Dan (Godan-Test / Sakkijutsu) geht auf die Togakure Ryu zurück und ist in deren Pergamentrollen (Densho) erwähnt.

Aufbau Regeln Überblick

Großmeister der Togakure Ryu

Ikai
  1. Daisuke Nishina: auch bekannt als Daisuke Togakure (Oho [1161])
  2. Shima Kosanta Minamoto No Kanesada
  3. Goro Togakure
  4. Kosanta Togakure
  5. Kisanta Togakure
  6. Tomoharu Kaneko
  7. Ryuho Togakure
  8. Gakuun Togakure
  9. Koseki Kido
  10. Tenryu Iga
  11. Rihei Ueno
  12. Senri Ueno
  13. Manjiro Ueno
  14. Saburo Iizuka
  15. Goro Sawada
  16. Ippei Ozaru
  17. Hachiro Kimata
  18. Heizaemon Kataoka
  19. Ugenta Mori
  20. Gobei Toda
  21. Seiun Kobe
  22. Kobei Momochi
  23. Tensen Tobari
  24. Seiryu Nobutsuna Toda (Kwanyei [1624-1644])
  25. Fudo Nobuchika Toda (Manji [1658-1681])
  26. Kangaro Nobuyasu Toda (Tenna [1681-1704])
  27. Eisaburo Nobumasa Toda (Hyoei [1704-1711])
  28. Shinbei Masachika Toda (Shotoku [1711-1736])
  29. Shingoro Masayoshi Toda (Gembun [1736-1764])
  30. Daigoro Chikashige Toda (Meiwa [1764-1804])
  31. Daisaburu Chikashige Toda (Bunkwa [1804-?])
  32. Shinryuken Masamitsu Toda
  33. Toshitsugu Takamatsu
  34. Dr. Masaaki Hatsumi


Regeln Großmeister Überblick

Aufbau

Kamae Kihon Gata

Bedeutende Prinzipien der Togakure Ryu waren das Bewusstsein, dass Gewalt vermieden werden und das Schwert ausschließlich zur Wahrung des Friedens sowie zum Schutz des Landes und der eigenen Familie eingesetzt werden durfte.

 

Techniken

In der Togakure Ryu gab es neun verschiedene Ausbildungsdisziplinen (Happo Bikenjutsu):

  1. Taijutsu (die Angriffe im Taijutsu richten sich vornehmlich gegen Augen, Ohren und Genitalien des Gegners) und Hichojutsu
  2. Dakentaijutsu (unterteilt in Koppojutsu und Kosshijutsu) und Jutaijutsu
  3. Sojutsu und Naginatajutsu
  4. Bojutsu, Jojutsu und Hanbojutsu
  5. Senban Nage (Token Jutsu, Shaken Jutsu oder Shuriken Jutsu)
  6. Kajutsu und Suijutsu
  7. Chikujo, Gunryaku Hyoho
  8. Onshin Jutsu, Mokukatokinsui Goton Juppojutsu
  9. Kempo ( = das Gesetz des Schwertes [nicht zu verwechseln mit Kenpo]), Kodachi, Jutte Jutsu und Tessenjutsu.

Die Togakure Ryu verfügte über einige «Geheimwaffen»: 1. Senban Shuriken Jutsu (der Senban Shuriken wurde ausschließlich von der Togakure Ryu benutzt); 2. Shuko (eiserne Handkrallen), 3. Shindake (Bambusschnorchel), 4. Tetsubishi (mehrspitzige Fußdorne), 5. Metsubushi (Blendstoffe).

Ninpo Sanjurokkei

(Elementartechniken des Ninjutsu)
 

Es gab 36 Wissensgebiete, die ein Ninja zu meistern hatte: die zehn Kampfkunstgebiete (genannt Bugei Juhappan) sowie die zehn Kategorien der geheimen Techniken (genannt Ninja Juhakkei). Im Laufe der Jahrhunderte wurden immer wieder neue Listen zusammengestellt, was die Bugei Juhappan angeblich beinhalteten. Nachfolgend ist eine umfassendere -- dafür aber auch authentische und wohl auch wahrscheinliche -- Zusammenstellung wiedergegeben.

 

Bugei Juhhapan

  1. Ju Jutsu oder Kenpo: Unbewaffnete Verteidigung
  2. Ken Jutsu oder Gekken Jutsu: Schwerttechniken
  3. Ken Jutsu oder Batto Jutsu: Andere Art von Schwerttechniken
  4. Kusarifundo Jutsu (Kusari Dogu): Kettentechniken
  5. Kusarigama Jutsu: Kombinierte Ketten-Sichel-Techniken
  6. Bo Jutsu: Techniken mit dem Langstock
  7. So Jutsu: Speertechniken
  8. Naginata Jutsu: Hellebarden-Techniken
  9. Sui Ren: Wassertechniken
  10. Ba Jutsu: Reittechniken
  11. Kisha Jutsu: Bogenschießen vom Pferd aus
  12. Jo Jutsu: Techniken mit dem Jo
  13. Kyu Jutsu: Bogenschießen
  14. Yoroi Kumi Uchi: Der Kampf mit einer Rüstung
  15. Hojo Jutsu oder Hobaku Jutsu: Fesseltechniken
  16. Jutte Jutsu: Eisenstabtechniken
  17. Ho Jutsu: Täuschungen
  18. Nage Ken Jutsu oder Shuriken Jutsu (Token Jutsu): Klingenwerfen
 

Ninja-Juhakkei

  1. Seishin Teki Kyoyo: Spirituelle Meditationstechniken (Meso)
  2. Tai Jutsu: Unbewaffneter Kampf (Körpereinsatz)
  3. Biken Jutsu: Schwerttechniken
  4. So Jutsu: Speertechniken
  5. Naginata Jutsu: Hellebardentechniken
  6. Bisentou Jutsu: Techniken mit der Kriegshellebarde
  7. Kusarigama Jutsu: Techniken mit der Sichel-Ketten-Waffe
  8. Rokushakubo Jutsu: Techniken mit dem Langstock
  9. Sanjaku Bo Jutsu, Jo Jutsu: Techniken mit dem Hanbo und dem Jo
  10. Shuriken Jutsu und Senban Nage Jutsu: Klingenwurftechniken
  11. Kisha Jutsu: Bogenschießen vom Pferderücken aus
  12. Inton Jutsu: Spezielle Techniken, um plötzlich zu verschwinden
  13. Hoko-jutsu: Gehtechniken (Fortbewegungstechniken)
  14. Henso Jutsu: Verkleidungstechniken
  15. Kakushi Buki Jutsu: Geheime Waffentechniken
  16. Ninryaku Jutsu: Spezielle Techniken, um zu verschwinden
  17. Sunryaku Heiho: Strategie
  18. Ten Mon (Chi Mon): Wetter- und Länderkunde
  19. Kayaku Jutsu: Umgang mit Feuer- und Explosivstoffen
  20. Boryaku: Strategie, Taktiken, Kriegslisten
  21. Cho Ho: Spionagetechniken

Am wichtigsten unter den oben angeführten Wissensgebieten sind Senshin Teki Kyoyo (Spirituelle Meditationstechniken) und Tai Jutsu (Unbewaffnete Selbstverteidigung). Beide zusammen verleihen dem Ausübenden Kräfte, die einem Außenstehenden «übernatürlich» erscheinen mögen. Wenn man Seishin Teki Kyoyo beherrscht, sowie die Philosophie des Ninjutsu verinnerlicht hat, dann kommen die entsprechenden Kampfstrategien in jeder Situation von ganz allein; beherrscht man darüber hinaus auch noch die Kunst des Tai Jutsu, welche die Grundlage für alle Kampfkünste bildet, dann kann man jegliche andere Kampfkunst spielend meistern.

 

Das Kanji für Ninja

Nin Ninja wird normalerweise in chinesischen Kanji geschrieben und zerfällt bei chinesischer Aussprache in zwei Ideogramme: Nin (auf Japanisch mit zusätzlicher phonetischer Endung = Shinobi) und Sha (auf Japanisch Mono [=Person]).

Wenn man Ninja mit der zusätzlichen Einfügung des phonetischen Zeichen bi zwischen den beiden Ideogrammen (Nin und Sha) schreibt, muss das Ergebnis auf Japanisch Shinobi-mono bzw. mit dem phonetischen Zeichenzusatz Shinobi-no-mono gelesen werden.

Das Kanji Nin oder Shinobi bedeutet je nach phonetischer Aussprache versteckt, geheim oder ausdauernd und besteht aus zwei Teilen. Der obere Teil bedeutet Ken (Schwert), der untere Teil Kokoro, d.h. Herz oder Seele. Hiermit ist gemeint, dass das Herz die Waffe kontrolliert bzw. dass das Herz scharf, hart und ausdauernd wie eine Klinge sein soll.

In japanischen Kriegschroniken und älteren Dokumenten ist für Ninja fast ausschließlich die Kurzform Shinobi verwandt. Es finden sich in der Literatur jedoch auch andere Ausspracheformen von Ninja wie Rappa und Kusa im Hojo Godai Ki (Sengoku Shiryo Sosho, Reihe 2, Bd. 1, S. 395-397), oder Kagimono Hiki im Koyo Gunkan (der Chronik der Takeda-Familie [in Senjin Saho Shusei, S. 85]). Oft wurden Ninja auch einfach nur Kancho (Spion) oder Teisatsu (Scout) genannt.

Jutsu Jutsu bedeutet Fähigkeit, Herzen, Kunst oder Technik. Soke Dr. Masaaki Hatsumi liest Jutsu gerne mit der Aussprache von «Herz», weil das Herz eines Ninjutsubetreibenden aufrichtig und ehrlich sein sollte. Soke Hatsumi merkt hierzu an: «Wenn das Herz nicht aufrichtig ist, wird das Jutsu mangelhaft, und man wird sich in den Kampfkünsten nicht verbessern. Die Gier nach Sieg wird den Sieg nicht bringen. Der Sieg muss vom Gegner selbst empfangen werden. Er hat keine andere Wahl, als ihn zu geben, da er unser Herz als besser und wahrer empfindet. Die Natur ist unser Verbündeter, mit ihrer Hilfe gewinnen wir. Der Gegner -- vor allem wenn er in traditionellen Kampfkünsten geschult ist -- wird unnatürliche Bewegungen vollführen. Daher wissen wir, was er tun wird, bevor er es tut.» Ninjutsu kann am ehesten frei mit «die Kraft des ausdauernden Herzens» übersetzt werden.

Togakure Ryu Kata

Sotouhton

(Praktische Übungen zum Entkommen)

Dr. Masaaki Hatsumi:

«Die folgenden Techniken beruhen auf dem Einsatz des Blendpulvers (Metsubushi), der Verwendung von Senban Shuriken sowie den Go Ton Tongi-Fluchttechniken unter Miteinbeziehung der fünf Elemente Erde, Wasser, Feuer, Metall und Holz.

Päckchen mit Blendpulver und neun Wurfsterne werden in den oberen Innentaschen der Jacke verborgen. Diese überraschend eingesetzten Effekte müssen zwecks bestem Nutzen in sinnvoller Kombination mit dem Tai Jutsu eingesetzt werden.

Um die Strategien des Himmels, der Erde und des Menschen sinnvoll einsetzen zu können, muss der Ninja eins mit dem Universum werden und das Wesen der Blumen und des Bambus verkörpern. Er muss wissen, wann er sich mit dem Wind zu beugen hat und wann nicht, wenn kein Wind herrscht. Man muss die Leere selbst werden.

Wenn jemand fragt, ob es so etwas wie Grundtechniken des Ninjutsu gibt, so werden wir mit nein antworten. Wenn jemand fragt, ob er auf die eine oder andere Art die Techniken richtig ausführt, so werden wir sagen, dass es weder einen richtigen noch einen falschen Weg gibt. Die von uns Grundtechniken genannten Techniken des Ninjutsu sind nur eine Verkörperungsform des Zustandes, den man auf seinem Weg zur Erleuchtung durchläuft.»

 

Santouhtonkou

 

Taijutsu Ukemi Gata

 

Shinobi Gaeshi Gata

 

Sakki Jutsu

Unter Sakki Jutsu versteht man «Die Kunst, die Mordlust zu wittern» bzw. einen sechsten übernatürlichen Sinn (Zustand des Nichts [Mu]), der einen Menschen in die Lage versetzt Dinge (und vor allem Gefahren) wahrzunehmen, die mit den «normalen» fünf Sinnen nicht erfasst werden können.

Die im Bujinkan ausschließlich von Soke Dr. Masaaki Hatsumi abgenommene Prüfung zum fünften Dan (Godan-Test / Kage No Ittogiri / Sakkijutsu), bei welcher der in Seiza No Kamae sitzende Schüler einem von Soke Dr. Masaaki Hatsumi mit einem Shinai von hinten ausgeführten Dai Jodan Giri gegen seinen Kopf ausweichen muss, geht auf die Togakure Ryu zurück und ist in deren Pergamentrollen (Densho) in dem Abschnitt «Tenmon Jimon» der Rolle «Happo Hiken» erwähnt.

Aussagen von Soke Dr. Masaaki Hatsumi zum Godan-Test im Bujinkan Budo Taijutsu

«Es ist absolut essentiell, dass der Schüler und ich beide einander vertrauen. Man benötigt diese sich kaum vorstellbare Einheit, um die Godanprüfung zu bestehen. Dies ist das geistige Niveau des 5. Dan, das man erreicht, nachdem man die ersten bzw. fundamentalen vier Dangrade absolviert hat. Die Godanprüfung ist der Spiegel des Satori oder der Erleuchtung [Anmerkung: dies basiert mitunter auf einem Wortspiel, da die rechte Hälfte des japanischen Kanji für Satori wie «go» ausgesprochen wird, identisch mit Godan oder 5. Dan]. Ich nenne daher den 5. Dan den Dan der Erleuchtung, da die Godanprüfung eine wunderbare und sehr menschliche Erfahrung ist, die auf dem Überlebenstrieb der Tiere beruht. Wenn ich diese Prüfung durchführe, scherze ich nicht.»

«Ich sage meinen Schülern immer, dass es eher eine Geisteshaltung denn ein Weg der Erleuchtung ist. Im Alter wirst Du mehr Reife erlangen: An diesem Punkt versteht man auch den Spruch: Du musst selbst Vater werden, um zu verstehen, was Deine Eltern für Dich getan haben. Die Tiere verlassen ihre Eltern und gehen ihre eigenen Wege, wenn sie ein bestimmtes Alter erreicht haben. Bei den Menschen gibt es diese Auflösung der Familienstrukturen bzw. die Trennung von Eltern und Kindern in der heutigen Gesellschaft für gewöhnlich nicht mehr. [...] Dies führt nun erneut zurück zu der Godanprüfung, die ich in meinem Training durchführe. Wie wir schon besprochen haben, ist die Godanprüfung beinahe ein Anzeichen für das Vorhandensein tierischer Eigenschaften, denn auch der Kampf an sich ist etwas tierisches, und dies Gefühl [Sakki] ist daher essentiell. Wenn du die Godanprüfung einmal bestanden hast, so sagt dies aus, dass du die Barriere hinter dir gelassen hast und das wahre Niveau der Kampfkünste erreicht hast. Dies ist auch der Grund, weshalb bis einschließlich dem 4. Dan die Graduierungen allein aufgrund körperlicher Fähigkeiten verliehen werden. Ein einfaches Beispiel: Oft kommen Personen mit Kampfkunstkenntnissen aus Kung Fu oder Karate in unser Training und müssen schnell einsehen, dass sie allein mit ihren körperlichen Fähigkeiten nicht weit kommen; zu der Godanprüfung bedarf es etwas mehr. Aus diesem Grund bleiben auch so viele mit ihrer Graduierung stehen, wenn sie einmal den 4. Dan erreicht haben, denn die Prüfung zum 5. Dan zu bestehen ist sehr schwierig, denn nicht zuletzt greife ich allein auf meine eigenen Kriterien zurück, wenn ich Dangrade vom 1. bis zum 4. Dan verteile.»

«Bis jetzt war der Godan-Test zu einfach. Ich werde aus ihm einen wahren Godan-Test machen. Auf der ganzen Welt gibt es über 600 Godan im Bujinkan, aber nur die Hälfte davon hat während des Tests aufgeschrieen. Ich schlage mit dem Schwert voll durch. Ich schlage bis auf den Boden durch. Es ist völlig egal, ob Du das Schwert kommen spürst und auszuweichen beginnst. Wenn es Dich trifft, wärest Du tot. Aber wenn Du letztendlich den Test bestanden hast, dann kannst Du darauf sehr stolz sein.»

«Die letzten Jahre war der Godan-Test zu einfach. Diejenigen, die den Test in den letzten Jahren bestanden haben, hatten es leicht. Ich habe den Test so abgehalten, dass er Leuten aus allen Teilen der Welt offen stand. Nun ist die Zeit gekommen, wahres Budo Taijutsu zu lehren d.h. richtiges Kämpfen.»

«Das genau ist der Godan-Test. Es ist ein Kampf gegen das Unbekannte.»

«Wenn man den Godan-Test besteht, dann zeigt dies, dass man ein wahrer Budoka und bereit für das Training des «inneren Auges» ist, dem «Auge Gottes».»

«Julio hat neulich den Godan-Test bestanden. Er trainiert nun schon seit -- wie lange schon? -- 26 Jahren. Von dieser Sorte gibt es viele Menschen im Bujinkan. Das ist etwas, was Ihr immer bedenken solltet. Und vor allem respektieren solltet!»

«Nachdem auf dem Tai Kai in Spanien drei Personen den Godan-Test in Folge nicht bestanden haben, fühlte ich, dass etwas nicht in Ordnung war. Ich sandte ein Kuji und danach lief alles gut.»

«Es gibt einen 85 Jahre alten Mann in den Vereinigten Staaten von Amerika, der den Godan-Test schon viele Male probiert hat. Manche meinen bestimmt, ich sollte den Test bei ihm etwas langsamer durchführen oder nicht ganz durchschlagen. Aber dann wäre es kein Godan-Test mehr. Ich muss Gleichheit wahren -- unabhängig, ob der Kandidat jung oder alt ist.»

«Ich unterrichte Menschen mit Godan oder höheren Graduierungen, d.h. Leute, die das Gefühl haben. Versucht zu fühlen, nicht Techniken auszuführen.»

«Der Godan-Test ist nicht ein Test, ob Du dem Schwert ausweichen kannst oder nicht. Es ist vielmehr ein Test, ob Du die ganze Zeit über in Kamae bleiben kannst.»

Hidengata


Überblick Aufbau Großmeister

Regeln

Im folgenden sind einige Neujahr 1891 aufgestellte Richtlinien des 32. Großmeisters der Togakure Ryu -- Shinryuken Masamitsu Toda -- wiedergegeben:

  1. Sei geduldig, wenn du nichts tust.
  2. Wähle die Gerechtigkeit als deinen Lebensweg.
  3. Erlaube nicht deinem Herzen, von Gefühlen wie Lust, Wünschen usw. bestimmt zu werden.
  4. Schmerz, Leid usw. sind ein fester und normaler Bestandteil des Lebens. Daher trainiere die Erleuchtung und suche den Zustand des unbeweglichen Geistes.
  5. Behalte die Bedeutung der Loyalität gegenüber deiner Familie im Herzen und bewahre das Schrifttum sowie die Kriegskünste.



 
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